Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais

Briefe ohne Nadeln

Figaros Vater an Mme de Godeville

Paris, 1777–1779. Ein Libertin und eine femme galante.
Er ist europaweit bekannt, als Aufdecker eines Justizskandals, als Gegner Clavigos in Goethes Stück, als Autor des Barbier von Sevilla. Geächtet und voll rehabilitiert, nachdem er als Geheimagent Schmähschriften gegen das Königshaus aus dem Verkehr gezogen hat, unterstützt er nun den Freiheitskampf der aufständischen Amerikaner und setzt sich für Autorenrechte ein.
Sie – adelig, schön, geistreich, lebenslustig – kennt man aus den Klatschblättern, als Mätresse bedeutender Männer, immer auf der Flucht vor ihren Gläubigern und deshalb Agentin, Spitzel, Erpresserin.
Eine amour fou, die uns die wohl ehrlichsten, witzigsten, weisesten, leidenschaftlichsten, hingebungsvollsten und laszivsten Liebesbriefe des Rokoko beschert – ein Meisterwerk der erotischen Literatur, erstmals in deutscher Sprache!

Buch

beaumarchais briefohnenadelnISBN 978-3-99039-116-7
Gebunden mit Lesebändchen
Aus dem Französischen übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Sylvia Tschörner
176 Seiten
lieferbar

EUR 18,–

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Pressestimmen

„Die Briefe lesend, sitzen wir gleichsam in Beaumarchais’ Kontor, in dem ihn gerade die Mandanten bedrängen – diese faszinierende Gegenwärtigkeit macht auch die offensichtlich kongeniale Übersetzung, der man nicht anmerkt, dass ihre Vorlage aus dem Französischen stammt. Oder doch: Denn eine derart elegante Sprache hat man vielleicht nur im Frankreich des 18. Jahrhunderts geschrieben, des Jahrhunderts der Aufklärung und der Neuerfindung der Oper, der Gefühle und der Erotik – und der Erfindung der Psychoanalyse.“
Frank Piontek, Der Opernfreund

„Jetzt ist das Rokoko mit seinen prunksüchtigen Gecken in parfümierten Perücken eine Epoche, die mich nicht sehr interessiert, aber die Österreicherin Sylvia Tschörner legt mit ihrer Übersetzung der "lettres galantes" des Herrn de Beaumarchais an seine Angebetete, die skandalumwolkte spielsüchtige Bankrotteurin und Intrigantin, aber eben auch geistreiche, freidenkende und selbstbewusste Salonschönheit Madame de Godeville, ein so wundervolles Stück hoch erotischer, dabei sehr offener (die Briefe waren nicht für eine Veröffentlichung, sondern allein als esprit-reiche Unterhaltung zwischen den beiden gedacht) und auch sprachlich so witzig wie leidenschaftlicher Korrespondenz vor, dass man den schönen schmalen Band kaum aus der Hand legen mag.“
Karsten Zimalla, Westzeit