Petra Ganglbauer

Gefeuerte Sätze

Lyrik

Krieg, Flucht, im Mittelmeer sinkende Boote, mit Reichtum verknüpftes Elend – damit wird man tagtäglich über alle Kanäle im Übermaß konfrontiert, das ist die Wirklichkeit. Aus Selbstschutz, Bequemlichkeit oder Ignoranz schiebt man das weg, übt sich in Rechtfertigung, Betroffenheit, Wegschauen. Petra Ganglbauer richtet ihr lyrisches Objektiv aber genau darauf, schaut dorthin, wo es wehtut, bleibt in Nahaufnahme bei den Menschen, die in der Statistik von Individuen zur Masse, zur Nummer werden. Mit mutiger Sprache und scharfen Bildern besteht sie darauf, dass unser Handeln und Nicht-Handeln Konsequenzen hat, dass es aber aus dieser grausamen Passivität auch einen Ausweg gibt: Man muss hinschauen und irgendwo anfangen.

Buch

ganglbauer saetzeISBN 978-3-99039-145-7
Gebunden mit Lesebändchen
96 Seiten
erscheint am 11. März

EUR 13,–

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Pressestimmen

„Natürlich kann man das alles, wie im Einführungstext postuliert, als Handlungsanweisung lesen: „Man muss hinschauen und irgendwo anfangen.“ Doch sind nicht Ganglbauers Gefeuerte Sätze letztlich eher die bittere Ernte der Ohnmacht lyrischen Sprachhandelns und ein weiteres Beispiel für die relative Wirkungslosigkeit von Kunst? Diese Antwort muss sich jeder selbst geben. Wie sie aber auch immer ausfällt: dennoch wird diese Kunst gedacht, gemacht und rezipiert werden, solange es Menschen gibt.“
Marcus Neuert, Buchmagazin Literaturhaus Wien

„Wo die Nachrichten abgedreht werden (können), findet sie Worte gegen das Wegschauen. Petra Ganglbauer zoomt die Menschen, die vor Krisen und Kriegen flüchten, die im Mittelmeer in Booten um das Überleben kämpfen, mit ihren Gedichten heran. Sie holt die Individuen und ihre Schicksale aus der Flut der Zahlen. Mit mutiger Sprache mahnt sie, dass Handeln und Nicht-Handeln Konsequenzen haben.“
Die Burgenländerin

„Anstatt die Lyrikproduktion „hypertrophiert“ zu bezeichnen, und dieser Hypertrophie mit einer Eigenproduktion noch eines drauf zu setzen, wäre manchem Kritiker oder Journalisten ins Poesiealbum geschrieben, in Petra Ganglbauers Lyrik einzusteigen und die Stimme der Grande Dame der österreichischen Gegenwartslyrik zu hören, jener Stimme nämlich, die ernsthaft etwas zu sagen hat.“
Erika Kronabitter, Gangan Book Reviews

„Die gefeuerten Sätze schlagen in der Leserschaft wie Verletzungen ein. Aber dieses Mal sind es heilende Wunden, die angerissen werden.“
Helmuth Schönauer, Südtiroler Tageszeitung